Updated: 11/01/10

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-  Junta in Birma kündigt Parlamentswahlen an
-  Gericht in Birma verurteilt Journalistin zu 20 Jahren Haft
-  Zwei Beamte in Birma wegen Geheimnisverrats zum Tode verurteilt zuletzt aktualisiert
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Junta in Birma kündigt Parlamentswahlen an
RP ONLINE - ‎04.01.2010‎

Die Militärjunta in Birma will in diesem Jahr eine Parlamentswahl in dem südostasiatischen Land stattfinden lassen. Einen Termin nannte Juntachef General Than Shwe aber nicht. Die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi dürfe nicht zur Wahl antreten. "Das ganze Volk muss korrekte Entscheidungen treffen", sagte der General in einer Erklärung anlässlich des Unabhängigkeitstages zu der angekündigten Wahl, ohne diese Formulierung näher zu erklären.

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Gericht in Birma verurteilt Journalistin zu 20 Jahren Haft
Deutsche Welle_6 januar 2010

Birma: Ein Gericht in Birma hat eine 25-jährige Videoreporterin zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die Organisationen "Reporter ohne Grenzen" und der birmanische Medienverband teilten mit, die freischaffende Journalistin Hla Hla Win sei schuldig befunden worden, gegen das Elektronik-Gesetz verstoßen zu haben. Die Reporterin war im September nach Interviews mit buddhistischen Mönchen in Pakokku im Norden des Landes festgenommen worden. Win arbeitete unter anderem für den in Norwegen ansässigen TV-Sender Democratic Voice of Burma. Ein Begleiter Wins wurde zu 26 Jahren Haft verurteilt. Die beiden Organisationen äußerten sich empört über das Urteil, das bereits am 31. Dezember fiel.

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Zwei Beamte in Birma wegen Geheimnisverrats zum Tode verurteilt zuletzt aktualisiert
RPO_8 januar 2010

Zwei frühere Angehörige von Regierung und Militär sind in Birma wegen der Weitergabe geheimer Informationen zum Tode verurteilt worden. Ein Sondertribunal im Insein-Gefängnis im Norden der Hauptstadt Rangun hat am Donnerstag einen weiteren Regierungsvertreter zu 15 Jahren Haft verurteilt

Die von Exil-Birmanern herausgegebene Internetseite Irrawaddy berichtete, die Männer seien wegen der Verbreitung von Militärgeheimnissen und der Weitergabe von Fotos eines Besuchs von General Shwe Mann in Nordkorea verurteilt worden. Die einflussreiche Nummer Drei des Landes habe sich 2009 wegen Waffengeschäften in Pjöngjang aufgehalten, sagte ein Behördenvertreter, der anonym bleiben wollte, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Im Juni hatten im Exil lebende birmanische Aktivisten Bilder eines nach ihren Angaben "geheimen Tunnelsystems" veröffentlicht, das Nordkorea in Birma gebaut haben soll. Die Foto hatten Fragen nach einer Verbindung von Birmas Militärjunta zur Atommacht Pjöngjang aufgeworfen. Als Reaktion auf die Veröffentlichung wurden laut Irrawaddy dutzende Mitarbeiter des Außen- und des Verteidigungsministeriums festgenommen. Auch einer der beiden zum Tode Verurteilten und der mit einer Haftstrafe belegte Regierungsvertreter arbeiteten im Außenministerium, der andere zum Tode Verurteilte ist demnach ein früherer Militäroffizier.

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Birmas Oberstes Gericht will Suu Kyis Beschwerde prüfen

AFP_4 dezember 2009

Birmas Oberster Gerichtshof will eine Beschwerde von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gegen die Verlängerung ihres Hausarrests prüfen. Die Anwälte der Klägerin sollen ihre Argumente am 21. Dezember vortragen, hieß es von amtlicher Seite. Die 64-jährige Friedensnobelpreisträgerin war Anfang August zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, nachdem ein US-Bürger ungebeten ihr Anwesen besucht hatte. Das Urteil löste weltweit Empörung aus - auch, weil es Suu Kyi von den für 2010 geplanten Wahlen in Birma ausschließt.

Ein erster Einspruch war Anfang Oktober in erster Instanz abgelehnt worden. Suu Kyi verbrachte bereits 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. Nach den USA verstärkt unterdessen auch die Europäische Union ihre Bemühungen, in einen Dialog mit der international isolierten birmanischen Militärregierung zu kommen. Der EU-Botschafter in dem südostasiatischen Land, David Lipman, sagte in Rangun, er habe mit Junta-Chef Than Shwe eine "gute Diskussion" über die künftigen beiderseitigen Beziehungen gehabt. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama verfolgt bereits seit einigen Monaten eine Politik der vorsichtigen Öffnung gegenüber Birma. Washington hat aber deutlich gemacht, dass eine Lockerung der Sanktionen von Fortschritten in Sachen Demokratie und Menschenrechten abhängt. Die USA und die EU fordern weiterhin die bedingungslose Freilassung Suu Kyis.

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